Für die, die Lust haben zu lesen und die so was mögen. Ich finde es lohnt sich das zu lesen:
Die Geschichte von Sadako
Unsere Erzählung
beginnt 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs. In der
japanischen Stadt Hiroshima lebten damals etwa eine halbe Million
Menschen, darunter auch ein Mädchen namens Sadako. Als Sadako zwei Jahre
alt war, wurde eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Der größte
Teil der Stadt wurde davon in wenigen Minuten völlig zerstört und
niedergebrannt.
Sadako war zu dem Zeitpunkt ungefähr zweieinhalb Kilometer vom
Mittelpunkt der Bombenexplosion entfernt. Fast alle Häuser in ihrer
Nachbarschaft wurden zerstört und viele ihrer Nachbarn starben, aber
Sadako war weder verbrannt noch war sie verletzt. Sie schien unversehrt.
Es war die erste Atombombe, die jemals gegen Menschen eingesetzt
worden war. Alle dachten, dass sie wie eine normale Bombe wäre, nur eben
viel größer und stärker. Die meisten Leute hatten keine Ahnung, dass
sie etwas ganz anderes hat als normale Bomben - nämlich Strahlung.
Eine Atombombe erhält ihre Stärke durch die Spaltung von Atomen. Bei
dieser Spaltung werden kleine Teile der Atome (die Neutronen) und dazu
energiereiche Strahlen (die Gammastrahlen) mit der Explosion in die
Umgebung geschleudert. Neutronen und Gammastrahlen können unsere Haut
direkt durchdringen und im Inneren des Körpers Verletzungen verursachen,
die man zunächst weder sieht noch fühlt.
Einige Wochen nach der Atombombenexplosion erkrankten Menschen in
Hiroshima an Krankheiten, die noch kein Arzt kannte. Menschen, die
vorher völlig gesund erschienen, wurden zusehends schwächer und starben
einfach. Es war so unerklärlich und neu, dass niemand wusste, was man
hätte tun können. Tatsächlich weiß selbst heute noch niemand so richtig,
was Strahlung bewirkt oder was genau sie in einem Menschen verändert.
Wir wissen nur, dass Strahlung sehr gefährlich ist. Und wir wissen, dass
sie Krankheiten verursachen kann, die man erst nach langer Zeit
erkennt, wie zum Beispiel Krebs.
Nach dem Krieg war das Überleben sehr schwierig. Es fehlten überall
Lebensmittel und Medikamente. Aber viele Länder spendeten Geld und
andere Hilfen. Allmählich wurde alles besser, und die meisten Menschen
in Hiroshima konnten wieder ein normales Leben führen.
Damals, 1955, war Sadako bereits im siebten Schuljahr. Sie war ein
normales, fröhliches Mädchen von 12 Jahren. Sie ging zur Schule, lernte
und spielte wie alle anderen Kinder auch. Zehn Jahre waren seit dem
Abwurf der Atombombe vergangen, und sie dachte schon lange nicht mehr
daran. Statt dessen dachte sie zum Beispiel ans Rennen. Sie war eine der
schnellsten Läuferinnen in ihrer Klasse und verbrachte ihre meiste
Freizeit mit Training und bei Wettläufen.
Eines Tages fühlte sie sich nach einem Staffellauf sehr müde und
schwindelig. Nach einer Weile ging es ihr wieder besser, und Sadako
vermutete, dass nur das Rennen sie erschöpft hätte. In den folgenden
Wochen versuchte sie, das Gefühl zu vergessen, aber der Schwindel kam
immer wieder, vor allem dann, wenn sie rannte. Sie versuchte sich
einzureden, dass es nicht wichtig war und dass es von alleine
verschwinden würde. Eines Morgens, als sie vor Schulbeginn noch eine
Runde um den Schulhof lief, überfiel sie wieder die Schwäche. Und
diesmal war es so schlimm, dass sie hinfiel und eine Weile einfach
liegen blieb. Nun bemerkten es alle. Man brachte sie ins Krankenhaus, um
herauszufinden, was los war. Das Ergebnis: Sadako hatte Leukämie, eine
Art Blutkrebs.
Zu der Zeit erkrankten zahlreiche Kinder in Sadakos Alter an
Leukämie. Die Menschen nannten sie "die Atombomben-Krankheit". Fast
jeder, der Leukämie bekam, starb. Sadako wollte nicht sterben. Sie
wollte weiter zur Schule gehen und an Wettrennen teilnehmen. Als sie
verstand, dass sie nun im Krankenhaus bleiben musste, weinte sie.
Kurz danach bekam Sadako Besuch von ihrer besten Freundin, Chizuko.
Chizuko brachte Origami-Papier mit und faltete einen Papierkranich. Sie
erzählte Sadako eine Legende dazu. Sie sagte, dass der Kranich tausend
Jahre alt wird und dass ein kranker Mensch wieder gesund wird, wenn er
tausend Kraniche faltet.
Sadako beschloss, tausend Kraniche zu falten. Oft fühlte sie sich
schwach und müde, so dass sie nicht ständig daran arbeiten konnte. Doch
von diesem Tag an faltete sie Kraniche, wann immer sie dazu Kraft hatte.
Manchmal fühlte sie sich im Krankenhaus einsam oder ängstlich. Dann
faltete sie Kraniche, um die schlimmen Gefühle zu bekämpfen. Sie merkte,
dass Kraniche falten ein guter Weg war, um sich Mut zu machen.
Sadakos Freunde und Verwandten besuchten sie häufig im Krankenhaus,
sprachen mit ihr und halfen ihr, Kraniche zu falten. Sadako bemühte sich
sehr, fröhlich und voller Hoffnung zu sein. Sie versuchte, fest daran
zu glauben, dass sie wieder gesund würde, wenn tausend Kraniche fertig
wären. Und tatsächlich schien es ihr besser zu gehen, nachdem sie
fünfhundert Kraniche gefaltet hatte. Sie konnte sogar für einige Zeit
nach Hause, doch am Ende der Woche musste sie wieder ins Krankenhaus
zurück.
Nach einiger Zeit spürte sie, dass sie sterben würde. Trotzdem hörte
sie nicht auf, Kraniche zu falten, um selbst tapfer zu bleiben und um
ihren Freunden und ihre Familie ein besseres Gefühl zu geben. Selbst
wenn sie unter schrecklichen Schmerzen litt, versuchte sie fröhlich und
zuversichtlich zu sein und den Menschen um sie herum zu helfen.
Sadako hatte ihre tausend Kraniche tatsächlich fertig gefaltet, aber
es ging ihr nicht besser. Sie hätte niedergeschlagen und wütend sein
können. Sie hatte so hart gearbeitet und daran geglaubt, dass die
Kraniche ihr helfen würden. Tausend Kraniche zu falten hatte ihrem
Körper überhaupt nicht geholfen. Sie wurde immer noch kränker. Jedoch
anstatt zornig zu sein oder aufzugeben beschloss sie, noch mehr Kraniche
zu falten. Sie begann mit dem nächsten Tausend.
Am 25. Oktober 1955 starb Sadako. Sie schlief friedlich ein, umgeben von ihrer Familie.
Trotzdem endet diese Geschichte nicht mit Sadakos Tod. Sie hatte
viele Freunde, die sie liebten und nun vermissten. Und sie waren nicht
nur wegen Sadako traurig. Viele andere Kinder in Hiroshima waren bereits
gestorben und starben noch an der Atombomben-Krankheit. Die meisten der
Kinder in Hiroshima hatten einen Freund oder einen Verwandten verloren,
und viele lebten mit der Angst, sie könnten selbst eines Tages an
Leukämie erkranken. Sadako war ja so kraftvoll und lebhaft gewesen, dass
niemand mehr sicher war, wen es als nächsten treffen würde oder wie man
sich überhaupt dagegen schützen könnte.
Jedoch in einem waren sich alle einig: Sie wollten etwas für Sadako
tun. Also gründeten 39 von ihren Klassenkameraden einen Klub und
begannen, Geld für ein Denkmal für Sadako zu sammeln. Sie schrieben
Briefe und sprachen jeden an, um eine Spende von 20 Yen (etwa 15
Pfennig) zu erbitten.
Ungefähr zur gleichen Zeit fand ein Treffen von Schulleitern aus ganz
Japan in Hiroshima statt. Obwohl sie dazu keine Erlaubnis hatten,
gingen die Kinder zu dem Treffen. Sie trugen selbstgemalte Plakate, auf
denen sie die Schulleiter aufforderten, ihnen bei dem Denkmal zu helfen.
Als das Treffen vorüber war, kehrten die Schulleiter an ihre Schulen
überall in Japan zurück und baten auch dort die Kinder um eine Spende
für das Denkmal in Hiroshima.
Die Nachricht verbreitete sich schnell. Schüler aus 3100 Schulen aus
Japan und neun anderen Ländern spendeten Geld. Schließlich, am 5. Mai
1958, fast drei Jahre nach Sadakos Tod, hatten sie genug gesammelt, um
das Denkmal zu bauen. Es heißt "Das Kinder-Friedens-Denkmal" und steht
im Friedenspark mitten in Hiroshima, genau dort, wo die Atombombe
niederging.
Die Aktion wurde so bekannt und berühmt, dass man sogar einen Film
darüber drehte. Er heißt "Tausend Papierkraniche". Etwa 60 Kinder aus
Hiroshima und 20 Kinder aus Tokyo spielten in dem Film mit. Nach den
Dreharbeiten beschlossen sie, als Freunde zusammen zu bleiben, und so
gründeten sie den "Klub der Papierkraniche". Ihr Ziel ist es, Kinder
zusammenzubringen, die über den Frieden nachdenken und für ihn arbeiten
wollen.
Die Mitglieder des Klubs kümmern sich um Sadakos Denkmal. Sie
besuchen Atombombenopfer und auch andere kranke Menschen, die Hilfe
brauchen. Und immer wieder falten sie Kraniche. Sie ziehen sie auf
Bündchen und hängen sie an Sadakos Denkmal und an andere Denkmäler im
Friedenspark. Oder sie schenken sie kranken Menschen zur Ermutigung. Und
manchmal senden sie Kraniche an Weltpolitiker, um sie daran zu
erinnern, dass Kinder auf der ganzen Welt Atombomben verurteilen. Wann
immer Politiker oder Überlebende der Atombombe oder Friedenskämpfer nach
Hiroshima kommen, werden sie von Mitgliedern des Klubs begrüßt, die
ihnen Ketten von Papierkraniche um den Hals hängen, um ihnen die
Bedeutung Hiroshimas ins Gedächtnis zu rufen.
Aus dem Klub weniger Kinder ist heute eine fast weltweite Aktion
geworden. Kinder aus allen Erdteilen falten Kraniche, ziehen sie zu
langen Ketten auf und senden sie als Zeichen ihres Friedenswillens nach
Hiroshima. Dort werden die Kraniche von Mitgliedern des Klubs am
Kinder-Friedens-Denkmal aufgehängt - zur Erinnerung an Sadako und als
warnendes Zeichen für die Zukunft.
So mahnen die Papierkraniche jeden, alles zu tun, um einen Atomkrieg
zu verhindern. Was das Falten der Kraniche, was Sadako, Hiroshima und
der Klub der Papierkraniche wirklich bedeutet, wird wohl am besten durch
die Worte ausgedrückt, die auf dem Granitsockel des
Kinder-Friedens-Denkmals eingraviert sind:
Dies ist unser Ruf
Dies ist unser Gebet
Frieden zu schaffen in dieser Welt.
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Sonntag, 21. April 2013
Donnerstag, 18. April 2013
Wahre Wünsche
Wünsch dir etwas und behalte es in deinem Herzen. Egal was du auch willst, wünsch es Dir!
Hast du dir was gewünscht? Gut. Jetzt glaub daran, dass es wahr werden könnte. Du weißt nie wo das nächste Wunder herkommen wird oder das nächste Lächeln - wann der nächste Wunsch wahr wird.
Aber wenn du daran glaubst, dass es an der nächsten Ecke passieren kann und du dein Herz öffnest, dein Glauben behälst,
dann bekommst du vielleicht das, was du dir wünscht.
Die Welt ist voller Magie - du musst nur daran glauben. Also... Wünsch Dir was! Hast du's?
Gut, und jetzt glaub daran, aus vollem Herzen!
Hast du dir was gewünscht? Gut. Jetzt glaub daran, dass es wahr werden könnte. Du weißt nie wo das nächste Wunder herkommen wird oder das nächste Lächeln - wann der nächste Wunsch wahr wird.
Aber wenn du daran glaubst, dass es an der nächsten Ecke passieren kann und du dein Herz öffnest, dein Glauben behälst,
dann bekommst du vielleicht das, was du dir wünscht.
Die Welt ist voller Magie - du musst nur daran glauben. Also... Wünsch Dir was! Hast du's?
Gut, und jetzt glaub daran, aus vollem Herzen!
Freitag, 5. April 2013
Dienstag, 2. April 2013
allein sein
„Allein sein zu müssen ist das Schwerste, allein sein zu können das Schönste."
Das ist ein Zitat von Hans Krailsheimer, das ich vor kurzem gefunden habe und für einige Menschen zutreffend finde. Ich selbst fühle mich oft allein, obwohl ich in dem Moment gerne eine bestimmte Person neben mir sitzen hätte mit der ich über vieles, was mich beschäftigt, reden kann. Doch gerade in diesen Momenten bin ich alleine. Und manchmal brauche ich eben auch Zeit nur für mich, um über alles nachzudenken oder einfach nur zu spazieren und zu entspannen. Und diese Zeit (allein sein können) hab ich ziemlich oft, aber die Zeit (allein sein zu müssen) und niemanden zu haben, habe ich öfters, denn ich würde gerne so ein Mensch sein, der mehr Bekannte und Freunde hat und sich ständig mit ihnen trifft, so dass er mal Zeit für sich möchte. Ich "muss" allein sein, und das ist oft schwer...
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