Ich habe vor kurzem überlegt und ein Artikel über Alzheimer (Demenz) gelesen.
Ich würde gerne etwas zu der Krankheit loswerden. Ich finde sie nämlich sehr schlimm.
Für Familienmitglieder und Beteiligte ist es oft sehr schwer mit dem Menschen umzugehen, man wird schnell ungeduldig und verliert die Nerven.
Es kommt langsam angeschlichen und man vergisst erstmal nur kleine Dinge, denkt sich "ich bin tollpatschig und vergesslich geworden", und man merkt nicht, dass es schlimmer wird bis man irgendwann nicht mal mehr weiß, dass man vergesslich ist.
Von Tag zu Tag vergisst man mehr. Am Ende vergisst man selbst das Leben, das man gelebt hat! Man verwechselt Leute und gibt ihnen Namen von Menschen, die vielleicht gar nicht mehr leben. Die Betroffenen sind verwirrt und machen Dinge, die sie vorher nie gemacht hätten.
Und als ich überlegt habe, stieß ich auf die Frage:
Wozu hat man das Leben überhaupt gelebt, wenn am Ende nichts mehr davon übrig ist, wenn man keine Erinnerungen mehr hat?
Und ich war erst mal geschockt, wie ich auf diese Frage kam, habe aber weiter gegrübbelt, um irgendwelche Antworten zu finden.
(Ihr könnt Meinungen loswerden und mir sie entweder schreiben oder hier
drunter kommentieren. Vielleicht seid ihr ja noch auf Antworten
gekommen).
Natürlich ist es hart, wenn ein Familienmitglied betroffen ist mit den man sein ganzes Leben verbracht hat, schöne Erinnerungen hat und er sich nicht mal mehr an deinen Namen erinnern kann oder nicht weiß, wer genau du bist. Man selbst wird traurig und weiß nicht was man machen soll (ich würde diese Person trotzdem weiterhin besuchen und versuchen mit ihm seine letzten Jahre so gut wie möglich zu leben und gestalten. Auch wenn ihr vielleicht einen Menschen in der Familie habt, der Demenz hat, kümmert euch um ihn, denn er kann nichts dafür; er hat es verdient, auch wenn er es täglich vergessen wird).
Anfangs ist es nicht leicht und vielleicht wird es auch nicht mehr leichter, aber ihr werdet trotzdem irgendwann davon profitieren und es macht einen bestimmt stärker.
Zu der Frage, die ich mir gestellt habe...
ich finde jedes Leben lohnt sich und man muss es einfach gelebt, Sachen gemacht und Träume erfüllt haben. Man weiß nie, was in der Zukunft passiert und was auf einen zukommt. Jeder kann an Alzheimer erkranken und 30 oder 40 Jahre vorher weiß man es nicht, also sollte man es genießen, tun und lassen, was man will, und sich nicht den Kopf darüber zerbrechen. Wenn es soweit ist, dann ist es so, aber du kannst zufrieden sein (auch wenn man erkrankt ist) und sagen ''Ich hatte ein total glückliches und gutes Leben''... selbst wenn man sich nicht daran erinnert...
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